Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt

Die Stadtteile Ludwigsvorstadt (westlich der Lindwurmstraße) und Isarvorstadt (zwischen Lindwurmstraße und Isar) bilden den Münchner Stadtbezirk 2 mit knapp 46.000 Einwohnern (Stand: 2006). Die Bezeichnung „Vorstadt“ entstammt der Planungsphase Anfang des 19. Jahrhunderts. Heute gehört der Stadtbezirk zum inneren Stadtzentrum. Der Bezirk umfasst bedeutende Freiflächen und Grünanteile im südlichen Innenstadtbereich.
 

Lage:

Die nördliche Grenze ist der Hauptbahnhof bzw. die Bayerstraße, der Altstadtring entlang der Sonnen- und Blumenstraße und die Rumford und Zweibrückenstraße bis zum Deutschen Museum, im Osten verläuft die Grenze entlang des Isarufers bis zur Eisenbahnbrücke im Süden. Entlang dieser Bahnline hinter dem Schlachthof verläuft die südliche Grenze bis zur Theresienhöhe. Diese ist auf ganzer Länge die westliche Grenze.  
 
Geschichte und Beschreibung:
Die Geschichte geht auf den Bau bürgerlicher Mietshaus- und Gewerbeviertel zur Regierungszeit König Ludwigs I. (1825-1848) und die Entwicklung des Hauptbahnhofs zurück. Die Strukturen und Funktionen des Stadtbezirkes sind von der Entwicklungsgeschichte beeinflusst und je nach Viertel sehr unterschiedlich: Das Hauptbahnhofsviertel wurde nach 1945 mit zweckmäßigen Wohn- und Geschäftshäusern wieder aufgebaut. Neben Groß- und Einzelhändlern sind zahlreiche Hotels und Gaststätten und das klassische, „wenig vornehme“ Bahnhofsumfeld zu finden. Das Wiesnviertel wurde seit der Mitte des 19. Jahrhunderts als repräsentatives Villen- und Mietshausviertel konzipiert, heute stark büromäßig genutzt.  Östlich des Wiesnviertels liegt das Klinikviertel mit den Innenstadtkliniken der Universität und einer Vielzahl angegliederter Institute. Schlachthof-, Dreimühlen- Glockenbach- und Gärtnerplatzviertel  weisen auch heute noch einen hohen, größtenteils sehr hochwertigen Altbaubestand auf.  
Als maßgeblicher Wirtschaftsfaktor hat sich der Dienstleistungssektor und zahlreiche Einzelhändler in diesen Vierteln etabliert. Noch immer von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist der Schlachthof München mit dem Fleischgroßmarkt und Handelsbetrieben.
Unter den Kirchen ragt baulich besonders St. Paul (katholisch, im neogotischen Stil, fertig gestellt 1906) an der Theresienwiese, St. Maximilian (katholisch, neoromanisch, fertig gestellt 1908) an der Isar und St. Matthäus (evangelisch, 1957 fertig gestellt) am Sendlinger-Tor-Platz heraus.
Der Stadtbezirk ist 441 Hektar groß. 54% davon werden als Wohnflächen (mit dazugehörigen Freiflächen) verwendet. 24% sind Verkehrsflächen, Über 17% sind Grünflächen.
 
Demographie:
Die Altersgruppe zwischen 15 und 45 Jahren dominiert sehr klar. Der Ausländeranteil liegt überdurchschnittlich bei 28% (2006).
 
Politik:
  • Im Bezirksausschuss 2: CSU-Fraktionssprecher Friedrich Kraus
  • Im Münchner Rathaus: Stadtrat Georg Schlagbauer, Stadtrat Vinzenz Zöttl und Stadtrat Richard Quaas
  • Im Bezirkstag von Oberbayern: Bezirksrat Dr. Christoph Hangkofer
  • Im Bayerischen Landtag:  Georg Eisenreich, MdL